READING SESSIONS 3
In Kooperation mit TEXTE ZUR KUNST
Do 16 Mai 2019

 

Moderiert von Aneta Rostkowska
Eintritt frei
In deutscher oder englischer Sprache
 (Die Sprache wird von den Teilnehmern während des Treffens festgelegt)

Wenn Sie den Text in deutscher oder englischer Sprache zur Veranstaltung erhalten möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an: info@temporarygallery.org

Die dritte Sitzung ist dem Heft Nr. 80 "Politische Kunst?"gewidmet. Vor allem auch in Hinblick auf die aktuelle Ausstellung in der Temporary Gallery "Majnoon Field" von Rheim Alkadhi werden wir künstlerische und theoretische Positionen zum Spannungsfeld Kunst und Politik betrachten. Es stehen hierfür drei Texte zur Auswahl. Wir werden bei der Sitzung gemeinsam entscheiden, welche Aspekte wir näher diskutieren wollen.

– Helmut Draxler: Der Fluch der guten Tat / Autonomieanspruch und Ideologieverdacht in der politischen Kunst
– Simon Sheikh: Die Politik der Kunst und der Prozess der Biennalisierung
– Zwischen Schulung Zum Bürger Und Poltischer Kunst! Eine Umfrage zum Thema politische Kunst (Clemens Krümmel / Hans Haacke / Diedrich Diederichsen / Claire Bishop / Tom Holert / Otto Karl Werckmeister / Tania Bruguera)

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Über die Reading Sessions:



„Das Bedürfnis nach Diskussion und ihre wichtige Funktion entspringt nicht dem Wunsch oder der Sehnsucht, jemandes Ansicht zu einer Sache durchzusetzen (obgleich es nicht von der Hand zu weisen ist, dass viele Diskussionen aus genau diesem Grund stattfinden), sondern auf den Grenzen und der Unvollkommenheit der kreativen und insbesondere der kognitiven Fähigkeiten des Einzelnen.“
Roman Ingarden, Ein paar Worte über eine fruchtbare Diskussion, 1961

Laut aktueller Studien hat die fortschreitende Digitalisierung unseres Lebens dazu geführt, dass wir uns nur noch etwa acht Sekunden konzentrieren können. Damit liegen wir knapp hinter der durchschnittlichen Aufmerksamkeitsspanne des für sein Fokussierungsdefizit bekannten Goldfischs. Um dem entgegenzuwirken, führt die Temporary Gallery dieses Jahr eine neue, informelle (Selbst-)Bildungsinitiative ein - die Reading Sessions. Ziel ist dabei, Diskussionen über Themen im Zusammenhang von zeitgenössischer Kunst und Kunsttheorie sowie dem Programm der Temporary Gallery zu vertiefen und intensivieren. Die Lesungen finden einmal im Monat in unserem neu gestalteten Besucherbereich statt. Partner der Reading Sessions 2019 ist das 1990 von Stefan Germer (†) und Isabelle Graw in Köln gegründete Kunstmagazin Texte zur Kunst, das seit 2000 in Berlin erscheint. Im Jahr 2020 feiert das Magazin sein 30-jähriges Bestehen und die Lesereihe bietet Gelegenheit, wichtige Texte, die während des gesamten Bestehens für das Magazin verfasst wurden, kennenzulernen.

Texte zur Kunst steht für kontroverse Diskussionen und Beiträge international führender Autor/innen über zeitgenössische Kunst und Kultur. Neben grundlegenden Essays bietet die 1990 in Köln von Stefan Germer (†) und Isabelle Graw gegründete und seit 2000 vierteljährlich in Berlin publizierte Zeitschrift Interviews, Gesprächsrunden und ausführliche Besprechungen zu Kunst, Film, Musik, Markt und Mode ebenso wie zu Kunstgeschichte, Theorie und Kulturpolitik. Seit 2006 erscheinen der umfangreiche, jeweils einem spezifischen Thema gewidmete Hauptteil sowie ausgewählte Besprechungen in Deutsch und Englisch. In jeder Ausgabe wird die Zeitschrift von international renommierten Künstler/innen mit exklusiven Editionen unterstützt.


Bilder

1 — Rheim Alkadhi, Majnoon Field, 2019
Foto: Tamara Lorenz