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  • Between One Time and Another

  • Mathieu Kleyebe Abonnenc, Fadlabi, Rana Hamadeh, Kapwani Kiwanga
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  • 15. April - 19. Juni 2016
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  • Aus einer gewohnten gedanklichen Bewegung heraus landen wir auf einmal mittendrin - zwischen den Dingen, zwischen diesem und jenem Sinn, zwischen einer Fiktion und vielen anderen. "Between One Time and Another" hebt eine Reihe von Erzählungen und Geschichten gezielt aus den Angeln und choreographiert sie um. In Fragmenten festgehalten, zeitlich suspendiert und zerlegt in ihre narrativen Texturen und ideologischen Fäden, werden sie von anderer Seite durchleuchtet, gefiltert und neu sortiert. Erzählungen und Geschichte werden somit neu lesbar und offenbaren Einblicke in die Funktionsweisen ihrer historischen Wirkkräfte.
    In scheinbar statischen Anordnungen brechen die Künstler das Licht geschichtlicher Fakten und stellen Kartographien auf den Kopf. Sie spekulieren über künftige Vergangenheiten, befragen stratigraphische Orakel und entlarven neue Begriffe von ‘Fremdheit’ als überholte Strategien der Entfremdung. Stumme Dinge kommen dabei zur Sprache und vormals vergessene Vorstellungen zeigen sich erneut als fantastische Deutungen der Machtverhältnisse unserer Zeit. So entsteht eine Ansammlung von erzählten Geschichten und nicht erzählter Geschichte, von fremden Begegnungen mit lokalen Helden und fossilen Zeugen kolonialer Umkehrungen. Gemeinsam entwerfen sie eine multiperspektivische Projektionsmaschine, unseren Blick schärfend für erzählerische Schichtungen von Macht, Gewalt und Herrschaft über das vermeintlich "Andere".
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  • Shifted from a familiar mental movement, we suddenly find ourselves in the middle - in between objects, between this and that meaning, between one fiction and many others. "Between One Time and Another" unhinges a series of narratives and stories, re-choreographing them in a different way. Documented as fragments, suspended in time and decomposed into narrative textures and ideological strands, they are investigated, filtered and rearranged in a new light. Narratives and stories take on a different sort of legibility, giving insight into the workings of their historical effects. Arranged in seemingly static configurations, the artists refract the light of historical facts, turning cartographies upside down. They speculate on future pasts, question stratigraphic oracles and expose new concepts of ‘otherness’ as outdated strategies of alienation. Mute things are given a voice and once forgotten ideas reappear as fantastic interpretations of today's power relations, yielding a collection of told stories and untold histories, strange encounters with local heroes and fossil witnesses of colonial inversion. Together they create a multi-perspective projection machine, sharpening our eye to narrative layers of power, violence and hegemony over the supposed ‘other’.
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  • Gastkurator / Guest curator
  • Jens Maier-Rothe
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