Temporary Kitchen 2026
Urban Tea Making mit Gardy Wu
Ein kollektives Experiment zwischen Urban Foraging und Teekultur
23. August 2026, 10–17 Uhr – Sammeln & Verarbeiten
Exkursion zur Wildkräuterei und in den Kölner Stadtraum
Treffpunkt: Wildkräuterei, Dürener Str. 420, 50858 Köln-Lindenthal
Anschließende Verarbeitung in der Temporary Kitchen
Mit Anmeldung! Kleine Salat- und Brot-Zeit inklusive.
29. November 2026 – Save the Date!
Verkostung der gemeinsam entwickelten Tees
Ohne Anmeldung!
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei!
Als erste Veranstaltung der Temporary Kitchen 2026 wird die kulinarisch arbeitende Künstlerin und Designerin Gardy Wu das Format Urban Tea Making realisieren. Es umfasst zwei Veranstaltungen: eine Exkursion in die Wildkräuterei Köln und öffentliche Grünanlagen am 23. August sowie eine Teeverkostung am 29. November im Mauritiusviertel.
Urban Tea Making untersucht Tee als gemeinschaftlichen Prozess. Das Projekt verbindet Urban Foraging, handwerkliche Verarbeitung und gemeinsames Teetrinken zu einem kollektiven Experiment. Die Natur und die derzeitige Saison geben den Rahmen vor: Welche Pflanzen gefunden werden und welche Tees entstehen, bleibt offen.
Bei einem geführten Kräuterspaziergang am 23. August erkunden die Teilnehmenden die Wildkräuterei und ihre Umgebung – einen wild bewachsenen Garten mitten in Köln sowie die umliegende Stadtnatur. Dabei werden mögliche Wildpflanzen gesammelt und weitere geeignete Pflanzen aus der Umgebung kennengelernt. Anschließend werden die gesammelten Pflanzen in der mobilen Küche der Temporary Kitchen im Mauritiusviertel gemeinsam verarbeitet.
Im Mittelpunkt steht das Kennenlernen traditioneller Methoden der Teeherstellung. Je nach Pflanze und gewünschtem Ergebnis können verschiedene Verfahren wie Welken, Rollen, Oxidation, Trocknen, Rösten und Fermentation ausprobiert und miteinander verglichen werden. Einige Prozesse, insbesondere Fermentationen, können bei Interesse auch zu Hause weitergeführt werden. Zum Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine kleine Menge des gemeinsam hergestellten Tees zum Mitnehmen.
Eine Salat- und Brot-Zeit als kleine Mittagspause wird kostenlos angeboten.
In einer zweiten Veranstaltung am 29. November werden die gemeinsam entwickelten Tees serviert. Die Teeverkostung ist für alle zugänglich – unabhängig von einer Teilnahme am ersten Teil. Details zur Veranstaltung folgen in Kürze!
Über die Temporary Kitchen
Die Temporary Kitchen ist eine mobile Küche, die im Zuge der Ausstellung Cooking as Performance entstanden ist und seit dem Sommer 2023 durch die Veranstaltungsreihe Temporary Kitchen im Mauritiusviertel in unterschiedlichen Formaten aktiviert wird.
Die Künstlerin Paula Erstmann und Kuratorin Lisa Klosterkötter haben sich mit dem die Temporary Gallery umgebenden Viertel, den ansässigen Lokalen, Gastronom*innen und den dort lebenden Menschen auseinandergesetzt und in Kooperation mit lokalen Initiativen, Gemeinschaften und Vereinen zum gemeinsamen Kochen und Essen eingeladen, um sich im Viertel besser kennenzulernen, zu vernetzen und auszutauschen.
Die mobile Küche der Temporary Gallery ist ein offener, modularer Raum ohne Wände und auf Rädern, der im öffentlichen Raum als Treffpunkt, Sommerküche, Labor oder Bühne eingesetzt werden kann.
Die Temporary Kitchen ist aus dem Bedürfnis entstanden, in der Nachbar*innenschaft der Temporary Gallery miteinander ins Gespräch zu kommen. Durch ein Abendbrot auf dem Grünstreifen, einen Mittagssnack auf dem Wochenmarkt oder einen gemeinsamen Einkaufsbummel durch die Geschäfte des Viertels möchte sie ein alltägliches Miteinander, gegenseitige Unterstützung und den Austausch über alles, was uns bewegt – und nicht zuletzt über Kunst – anregen.
In diesem Sinne hat die Temporary Kitchen 2026 im Rahmen eines Open Calls ihre bestehenden Strukturen für Ideen von Initiativen, Künstler*innen und Nachbar*innen geöffnet und ihnen die Möglichkeit gegeben, eine eigene Veranstaltung im Mauritiusviertel zu realisieren.
Über die Künstlerin
Gardy Wu arbeitet als Culinary Artist und Designerin an der Schnittstelle von Essen, Gestaltung und kulturellen Praktiken. In ihrer Praxis entwickelt sie kulinarische Konzepte, gemeinschaftliche Essensformate und experimentelle Gerichte, die sich mit Fragen von Identität, kulturellem Austausch, Materialität und sozialen Ritualen beschäftigen.
Essen versteht sie dabei als Medium für Begegnung, Wissensaustausch und gemeinsames Erleben. Ihre Auseinandersetzung mit Tee ist durch das Teegeschäft ihrer Familie in Köln geprägt, in dem sie seit über zehn Jahren praktisch mit Tee arbeitet. Während ihres Aufenthalts in Taiwan und Japan vertiefte sie ihr Wissen über traditionelle Herstellungsverfahren und die Verbindung von Tee, Handwerk, Landschaft und Gemeinschaft.
Mit Urban Tea Making überträgt sie diese Erfahrungen in einen lokalen Kontext und erforscht gemeinsam mit den Teilnehmenden neue Formen von Teekultur aus der Pflanzenwelt Kölns.
Bild: Gardy Wu, Anna Sarvira (Illustration)