TEMPORARY KITCHEN 2026 #2
Onto the Streets of Mumbai mit Prashant & Eva
Ein kulinarischer Nachmittag über Street Food, Literatur und das urbane Leben in Mumbai
So 27 September, 15—18 Uhr
Treffpunkt: 15 Uhr
Dawat Indisches Restaurant, Fleischmengergasse 29, 50676 Köln
Ab 16 Uhr begeben wir uns auf den gemeinsamen Weg vom Restaurant in die Temporary Gallery für den zweiten Teil der Veranstaltung.
Keine Anmeldung erforderlich!
Die Veranstaltung ist kostenlos.
Am 27. September bringen Prashant & Eva mit ihrem Format „Onto the Streets of Mumbai“ Kochen, Essen, Literatur und Geschichten aus der Stadt Mumbai in die Temporary Gallery und in das Mauritiusviertel in Köln und kooperiert dabei mit dem Indischen Restaurant Dawat in der Fleischmengergasse.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht Food als alltägliche und soziale Praxis. Street Food ist tief im Leben der Stadt Mumbai verankert: Es findet auf Straßen und Märkten statt, an Bahnhöfen und vor Geschäften und bringt Menschen im öffentlichen Raum zusammen. Die Temporary Kitchen als mobile Struktur wird zum Ausgangspunkt, um über die Stadt, ihre unterschiedlichen Lebensweisen und die Rolle von Straße und Street Food nachzudenken.
Prashant & Eva beschäftigen sich mit den Aromen der Straßen Mumbais, mit sweet, tangy und würzigen Geschmäckern. Das Essen ist vegetarisch und wird gemeinsam selbst zubereitet und gegessen, als kleine DIY-Street-Food-Experience.
Begleitend zum Essen werden Prosa und Gedichte von u.a. von Namdeo Dhasal, Dilip Chitre und Arun Kolatkar aus und über Mumbai gelesen und gemeinsam erkundet. Die Texte sind auf Deutsch und Englisch und erzählen von der Stadt durch ihre Straßen, Architekturen, Stimmen, Erinnerungen und Rhythmen und eröffnen eine andere Möglichkeit, Mumbai jenseits seiner physischen Geografie zu erfahren. Literatur und Essen werden dabei zu zwei verschiedenen Zugängen zum Alltag einer Stadt.
Der Nachmittag ist als entspannte Atmosphäre gedacht, in der Besucher*innen eingeladen sind zu essen, zuzuhören, zu lesen und Zeit miteinander zu verbringen. Ein Raum, in dem Essen, Literatur, Gespräche und gemeinsame Erfahrungen nebeneinander entstehen und sich miteinander verbinden. Die Food Experience ist interaktiv und partizipativ angelegt.
Über die Temporary Kitchen
Die Temporary Kitchen ist eine mobile Küche, die im Zuge der Ausstellung „Cooking as Performance“ entstanden ist und durch die Veranstaltungsreihe „Temporary Kitchen im Mauritiusviertel“ seit dem Sommer 2023 im Zuge verschiedener Formate aktiviert wurde. Die Künstlerin Paula Erstmann und Kuratorin Lisa Klosterkötter haben sich mit dem die Temporary Gallery umgebenden Viertel, den ansässigen Lokalen, Gastronom*innen und den dort lebenden Menschen auseinandergesetzt und in Kooperation mit lokalen Initiativen, Gemeinschaften und Vereinen zum gemeinsamen Kochen und Essen eingeladen, um sich im Viertel besser kennen zu lernen, zu vernetzen und auszutauschen. Die mobile Küche der Temporary Gallery ist eine offener, modularer Raum ohne Wände und auf Rädern, der im öffentlichen Raum als Treffpunkt, Sommerküche, Labor oder Bühne eingesetzt werden kann.
Die Temporary Kitchen ist aus dem Bedürfnis entstanden in der Nachbar*innenschaft der Temporary Gallery miteinander ins Gespräch zu kommen, durch ein Abendbrot auf dem Grünstreifen, ein Mittagssnack auf dem Wochenmarkt oder ein gemeinsamer Einkaufsbummel in die Geschäfte des Viertels, ein alltägliches Miteinander, gegenseitige Unterstützung und Austausch über Alles was uns bewegt und nicht zuletzt über Kunst anzuregen.
In diesem Sinne hat die Temporary Kitchen 2026 im Rahmen eines Open Calls ihre bestehenden Strukturen für Ideen von Initiativen, Künstler*innen und Nachbar*innen geöffnet und ihnen die Möglichkeit gegeben, eine eigene Veranstaltung im Mauritiusviertel zu realisieren.
Über die Künstler*innen
Prashant ist Architekt und bildender Künstler, Eva ist Politikwissenschaftlerin und Musikerin. Sie kennen das Mauritiusviertel gut, weil sie dort ein paar Jahre gewohnt haben. Als interdisziplinäres Duo interessieren sie sich für öffentlichen Raum, Partizipation, Esskultur und Community-Building. Gemeinsam haben sie bereits Collective Cooking Events, Kids Workshops und kulturelle Zusammenkünfte organisiert.
Ihre kollaborative Praxis entwickelt Formate, die Menschen durch sozialen und kulturellen Austausch zusammenbringen. Dabei verstehen sie alltägliche Aktivitäten wie Kochen, Essen, Musik und gemeinsames Zusammensein als Möglichkeiten für eine kollektive Erfahrung.
Bild:
Prashant Chevan