Workshop: Sprache schafft Wirklichkeit

 

Samstag, 11. Juli, 9.30–12.00 Uhr Workshop mit Paulina Seyfried mit anschließendem Mittagessen von 12–13 Uhr. Die Veranstaltung ist Teil des dreitägigen Symposiums Speculative Pen

Kulturschaffende werden zunehmend aufgefordert, gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen. Von ihren Institutionen wird erwartet, dass sie als Räume für Unterhaltung, Bildung und Begegnung dienen – für ein möglichst breites Publikum. Dabei schrumpfen die Budgets, und die Kulturpolitik wird restriktiver. Wenn wir über Veränderungen nachdenken, die ohne Budget möglich sind, müssen wir uns in Erinnerung rufen, dass Sprache die Welt nicht nur beschreibt, sondern aktiv konstruiert. Um zugänglicher zu werden, müssen wir klarer kommunizieren – innerhalb unserer Organisationen wie auch gegenüber unserem Publikum. Das ist eine Frage des Selbstbewusstseins, der Hierarchie und der Transparenz, aber auch der Worte, mit denen wir beschreiben, was wir tun. Dieser Workshop richtet sich an alle, die daran interessiert sind, ihre akademische Sprache zu verlernen.

 

Er bietet die Möglichkeit:
* zu reflektieren, wo man persönlich und beruflich steht gemeinsam darüber nachzudenken, wie Macht in Sprache funktioniert – besonders in der Kunstwelt
* Sprache nicht nur als Barriere zu betrachten, sondern auch als Möglichkeit, Türen zu öffnen

 

Wir werden miteinander sprechen und schreiben. Sprache kann ausschließen – sie kann aber auch dabei helfen, Menschen einen Platz zu finden und sozial aufzusteigen.

 

Was wir tun werden:
Wir beginnen mit einem Check-in und einer kurzen Einführung. Dann gehen wir in praktische Schreib- und Übersetzungsübungen über und arbeiten mit einfacher Sprache.

 

Zur Teilnahme bitten wir Sie:
* einen kurzen Einführungstext im Voraus zu lesen - offen dafür zu sein, neue Wege des Schreibens und Kommunizierens auszuprobieren
* akademische Sprache beiseite zu lassen
* etwas zum Schreiben mitzubringen

 


Bild
Tischgespräche, Ausschnitt aus: Manege der Gegenwart, 2022.
Sophia Schach, Paulina Seyfried ©