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Die Maßnahme
Sa 7 November, 19 Uhr
eine Performance von der Band die Maßnahme, mit Konzert und einem Text von Alison Kafer, im Rahmen der Ausstellung untame flow stay release.
Keine Anmeldung erforderlich! Die Veranstaltung ist kostenlos.
Every night, I dream of toilets. Toilets I have to crawl onto or can’t reach; toilets covered in piss and shit; toilets located behind a never-ending series of locked doors, stairwells, and winding passageways. Sometimes I’m alone in the dream, sometimes there are other people, but I always seem to be the only person who cares about the toilets. The dreams don’t feel like nightmares, but that doesn’t make them good dreams, either: they simply are, much like the inaccessible toilets I encounter daily in my waking life.
Alison Kafer
Die Band die Maßnahme performt einige ihrer neuen experimentellen Popsongs, u.a. einen Track, der den Titel Sumpf trägt und die Sumpfhaftigkeit unserer Körper besingt. Die Maßnahme besteht aus Toni Montgomery und Signe Raunkjaer, die sich im Umfeld der HfbK Hamburg kennengelernt haben. Ihr zweites Studioalbum WON erscheint im Frühling 2027 auf dem Hamburger Label Misitunes und Abstract Tits DK.
Die Maßnahme performt zudem das Essay Speculative Toilets von Alison Kafer. Alison Kafer ist eine US-amerikanische Wissenschaftlerin, die zu feministischer, Queer- und Disability Studies forscht. Der auto-theoretische, spekulative Essay, den Alison Kafer für die Ausstellung untame flow stay release verfasst hat, verbindet persönliche Erfahrungen mit Fragen von Barrierefreiheit, Inklusion und ökologischer Nachhaltigkeit. Ausgehend von der alltäglichen Erfahrung unzugänglicher öffentlicher Toiletten hinterfragt sie gesellschaftliche Vorstellungen von Normalität und entwirft Visionen gemeinschaftlicher Räume, die unterschiedliche Körper und Bedürfnisse berücksichtigen und zugleich in Einklang mit ihrer natürlichen Umgebung stehen. Dabei verknüpft Kafer die Forderung nach Barrierefreiheit mit Fragen des Wasserkreislaufs und des Umgangs mit natürlichen Ressourcen. Sie kritisiert dabei das konventionelle Toilettensystem, das große Mengen an Trinkwasser verbraucht, und fragt nach alternativen Infrastrukturen, die sowohl ökologisch nachhaltig als auch für unterschiedliche Körper zugänglich sind. Wasser wird dabei zu einem verbindenden Element zwischen Körpern, Infrastrukturen und Landschaften. Indem Kafer die Grenzen zwischen menschlichen Körpern und ihrer Umwelt neu denkt und körperliche Flüssigkeiten in Beziehung zu den Wassersystemen unserer Umgebung setzt, eröffnet sie einen spekulativen Denkraum, in dem Fluidität, Abhängigkeit und gegenseitige Fürsorge neu verhandelt werden. Damit knüpft ihr Text unmittelbar an die Ausstellung an, die das Fließende und Wandelbare zum Ausgangspunkt nimmt, um alternative Beziehungen zwischen Körpern, Wasser und Umwelt sowie neue Formen des Zusammenlebens zu imaginieren.
Bild:
1—Die Maßnahme 2026, Foto: Eva Świątkowski
2—Stufen zur Toilette der Temporary Gallery, Foto: Lisa Klosterkötter
